Wir wollten eigentlich nur an den Strand.

Dann kostete er 4 Euro.

Und irgendwie wurde daraus eine politische Frage.

Daran mache ich meine Entscheidung fest.

Eine Frage. Alle sieben Listen zur Kommunalwahl Großheide am 13. September 2026. Die Antworten stehen hier – vollständig und unverändert.

Für 3 bestätigte Bürgerinnen und Bürger ist diese Frage ebenfalls relevant für ihre Wahlentscheidung.

Die ganze Geschichte. Dauert etwa vier Minuten – weniger als die Parkplatzsuche in Dornumersiel.

Private Bürgerinitiative. Unabhängig von der Gemeinde Großheide, dem Landkreis Aurich, allen Parteien und jeder Wahlbehörde. Wer dahintersteckt

I Die Geschichte – in der ein Strandbesuch eskaliert

Die Geschichte

8. August 2026.

Dornumersiel.

Schönes Wetter. Nordsee. Strand.

Bis hierhin: ein tadelloser Tag.

Dann kam: das Kassenhäuschen.

4,00 €

Nachbildung. Das Original existiert wirklich und wird aufgehoben – man weiß ja nie, was Historiker später mal brauchen.

Nun könnte man sagen: Tarek, zahl die vier Euro und geh baden.

Völlig berechtigter Einwand.

Leider wurde die Geschichte danach interessanter.

Wohnort:
Samtgemeinde Hage

0,00 €

Strandeintritt Dornumersiel & Neßmersiel: frei

Wohnort:
Gemeinde Großheide

4,00 €

pro erwachsener Person, pro Besuch

Gleiche Region. Gleiche Nordsee. Gleicher Sand. Der Unterschied ist eine Linie im Boden, die der Sand selbst konsequent ignoriert.

Zur Einordnung: Gegen Strandeintritt ist erst einmal nichts zu sagen. Strände kosten Geld. Sanitäranlagen wollen geputzt, Personal bezahlt, Rettungswege freigehalten werden. Und irgendjemand muss vermutlich regelmäßig den Sand einsammeln, den Urlauber in Schuhen, Taschen und gelegentlich in den eigenen Kindern mit nach Hause nehmen.

Interessant war etwas anderes.

Wer in der Samtgemeinde Hage wohnt, kommt kostenlos auf diese Strände. Wer in der Gemeinde Großheide wohnt, zahlt – beziehungsweise: meistens. Vor Ort wurde sinngemäß berichtet, es hänge teilweise davon ab, wer gerade am Eingang arbeitet. Das ist als Regelwerk mindestens originell.

Man lebt also seit Jahren in Ostfriesland. Man wohnt – je nach Ortsteil – näher an diesem Strand als manche, die frei hineinkommen. Man arbeitet hier, kauft hier ein, zahlt hier Steuern. Und am Ende entscheidet eine Verwaltungslinie darüber, ob der Nachmittag am Meer null Euro kostet oder vier.

Aussen. Strandkasse Dornumersiel. Nachmittag.

Besucher: Moin. Einmal Strand, bitte.

Kasse: Wo wohnen Sie?

Besucher: Großheide.

Kasse: Vier Euro.

Besucher: Und wenn ich in Hage wohnen würde?

Kasse: Dann nichts.

Besucher: Es ist derselbe Strand.

Kasse: Es ist derselbe Strand.

Besucher (zahlt): Beim letzten Mal war es kostenlos.

Kasse: Da war ein Kollege da.

Szene nachgestellt. Sinngemäß aber erstaunlich nah dran. Das Kassenpersonal trifft dabei übrigens keine Schuld – es vollstreckt nur Geografie.

Die Rückfahrt von Dornumersiel nach Großheide dauert ungefähr zwölf Minuten. Das reicht für genau einen Gedanken, wenn man ihn gründlich denkt. Unserer war: Das ist bestimmt irgendwo geregelt. Und irgendjemand hat es genau so gewollt.

Beides stimmt übrigens. Deshalb gibt es jetzt diese Website.

Es geht nicht um vier Euro.

Vier Euro sind kein politischer Skandal. Sonst wäre das hier eine sehr kurze Revolution.

Aber die vier Euro sind ein erstaunlich präzises Messinstrument. Sie messen, wie zwei Nachbargemeinden miteinander umgehen – und was Kommunalpolitik konkret für die Menschen regelt, die hier wohnen. Plakate sagen dazu gern „Gemeinsam für unsere Region“. Der Kassenautomat sagt: 4,00 €. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit, und wir würden sie gern kennen.

Zusammenhalt. Bürgernähe. Zukunft. Das sind schöne Wörter – sie sind nur so oft gesagt worden, dass man sie kaum noch hört. Was man dagegen sehr deutlich hört: ein Drehkreuz, das klickt. Deshalb testen wir Politik hier nicht an ihren Wörtern, sondern an einer Handlung.

Und zwar an einer, die komplett in ihrer Reichweite liegt: Diese Frage braucht keinen Bundestag, keinen Landtag, keine Förderrichtlinie und keine Kommission. Zwei Rathäuser, ein Gespräch, eine Vereinbarung – die gesamte Zuständigkeit liegt zwischen Großheide und Dornum. Wenn Politik irgendwo zeigen kann, wie sie arbeitet, dann bei so etwas.

Wir erwarten keine Revolution. Eine Vereinbarung zwischen zwei Gemeinden würde fürs Erste völlig reichen.

Übrigens: Wenn zwei Gemeinden so etwas lösen können, nennt man es Verwaltung. Wenn nicht, nennt man es Politik. Wir sind ehrlich gespannt, was es diesmal wird.

II Die Frage an alle sieben Listen – in der es konkret wird

Also gut.

Würden Sie sich dafür einsetzen, dass auch Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Großheide freien Zugang zu den Stränden in Dornumersiel und Neßmersiel erhalten?

Und bitte nicht nur: „Wir prüfen das.“

Was würden Sie konkret dafür tun?

„Konkret“ ist das wichtigste Wort dieser Seite. Denkbar wäre zum Beispiel:

  • Gespräche mit der Gemeinde Dornum führen
  • eine interkommunale Vereinbarung prüfen
  • gegenseitige Vergünstigungen zwischen Nachbargemeinden vereinbaren
  • eine gemeinsame Bürgerkarte für die Region entwickeln
  • oder klar sagen: Nein, das ist keine Aufgabe der Gemeinde Großheide.

Politiker dürfen hier übrigens auch Nein sagen. Wir halten das für eine unterschätzte Funktion der Demokratie. Diese Seite gibt keine Richtung vor – sie sammelt Antworten und veröffentlicht sie. Die Bewertung übernimmst du – am 13. September, mit einem erstaunlich kurzen Bleistift.

Warum ausgerechnet so eine kleine Frage? Weil sie vollständig vor Ort lösbar ist. Niemand muss nach Hannover schreiben, auf Berlin warten oder die EU erwähnen. An dieser Frage sieht man, wie jemand handelt, wenn er wirklich handeln kann – und niemand anderes zuständig ist, auf den man zeigen könnte.

Und weil das Prinzip übertragbar ist: der Radweg, die Bushaltestelle, der Bolzplatz, die Öffnungszeiten im Rathaus. Kommunalpolitik besteht aus genau solchen Dingen – einfachen Sachen, die man lokal entscheiden kann und über die trotzdem selten konkret gesprochen wird. Diese Seite probiert das Prinzip an einem einzigen Beispiel aus. Dafür gründlich.

Die vollständige Anfrage lesen, wie sie an die Listen geht

Moin,

am 13. September ist Kommunalwahl.

Und wir stehen vor einem Problem: Wir wissen tatsächlich noch nicht, wen wir wählen sollen.

Keine Sorge – wir erwarten jetzt weder einen 84-seitigen Wahlkampfprospekt noch Kugelschreiber, Gummibärchen oder einen Hausbesuch mit Luftballons. 😄

Wir haben uns stattdessen etwas ziemlich Einfaches überlegt: Wir fragen diejenigen, die gewählt werden möchten, ganz konkret, was ihre Politik für uns als Bürger von Großheide eigentlich bedeutet.

Und unsere erste persönliche „Wahlprüfsteinfrage“ entstand gestern, am 8. August, ziemlich unspektakulär in Dornumersiel.

Wir wollten an den Strand. Eintritt: 4 Euro pro Person.

So weit, so unspektakulär. Ein Strand verursacht Kosten, Anlagen müssen gepflegt, Toiletten gereinigt und vermutlich auch gelegentlich Sand wieder dahin geschoben werden, wo Touristen ihn vorher weggetragen haben. 😉

Interessant wurde es erst bei der Frage, wer diese 4 Euro eigentlich bezahlen muss.

Einwohner der Samtgemeinde Hage können die Strände in Dornumersiel und Neßmersiel kostenlos nutzen. Personalausweis zeigen, fertig.

Wir kommen aus der Gemeinde Großheide. Und bei uns scheint die Sache etwas … sagen wir: norddeutsch flexibel zu sein. Mal dürfen Großheider kostenlos hinein, mal nicht. Uns wurde vor Ort sinngemäß erklärt, dass es durchaus davon abhängen könne, wer gerade am Eingang sitzt.

Das ist natürlich auch eine Form von kommunaler Digitalisierung: Zugangsberechtigung nach Gesicht, Tagesform und Personalbesetzung. 😄

Aber genau an dieser kleinen Geschichte hängt für uns tatsächlich eine ernst gemeinte politische Frage.

Wir leben hier. Wir kaufen hier ein. Wir zahlen hier unsere Steuern. Wir unterstützen unsere Region. Wir fahren nach Dornumersiel, Neßmersiel, Hage, Norden und in die umliegenden Gemeinden.

Und kommunale Grenzen sind im Alltag für uns eigentlich ziemlich unsichtbar – bis plötzlich jemand am Strand sagt: „Sie wohnen leider ein paar Kilometer auf der falschen Seite.“

Besonders kurios wird es, wenn Einwohner aus Teilen der Samtgemeinde Hage freien Eintritt erhalten, obwohl ihr Wohnort teilweise weiter vom Strand entfernt liegt als unserer in Großheide.

Natürlich geht die Welt wegen 4 Euro nicht unter. Uns geht es ausdrücklich nicht um die vier Euro. Uns interessiert vielmehr die politische Haltung dahinter:

Würden Sie sich dafür einsetzen, dass auch Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Großheide freien Zugang zu den Stränden in Dornumersiel und Neßmersiel erhalten?

Und falls ja: Was würden Sie konkret dafür tun?

Würden Sie beispielsweise Gespräche mit der Gemeinde Dornum bzw. den zuständigen Tourismusorganisationen führen? Könnten Sie sich eine gegenseitige Vereinbarung zwischen den Kommunen vorstellen?

Oder sagen Sie ganz klar: Nein. Das ist keine Aufgabe der Gemeinde Großheide und daran würden wir nichts ändern. Auch diese Antwort wäre für uns vollkommen in Ordnung.

Wir möchten nämlich ausnahmsweise keine Wahlkampfformulierung hören, bei der am Ende alle „prüfen“, „anregen“, „im Dialog bleiben“ und „die Interessen der Bürger selbstverständlich sehr ernst nehmen“. 😉

Wir hätten gerne eine möglichst klare Antwort:

Ja – dafür würden wir uns einsetzen.
Nein – dafür würden wir uns nicht einsetzen.
Oder: Wir haben eine bessere Idee, und zwar folgende: …

Denn genau danach möchten wir diesmal unsere Wahlentscheidung treffen. Nicht danach, welches Plakat am größten ist. Nicht danach, wer die meisten Kugelschreiber verteilt. Und auch nicht danach, welche Partei gerade in Berlin, Hannover oder sonst irgendwo irgendetwas veranstaltet.

Sondern danach, wer uns überzeugend erklären kann: „Das würden wir ganz konkret für euch Bürgerinnen und Bürger in Großheide tun.“

Vielleicht sind vier Euro Eintritt am Ende ein ziemlich ungewöhnlicher Wahl-O-Mat. Aber möglicherweise verrät die Antwort auf eine kleine kommunale Frage mehr darüber, wie jemand Politik versteht, als zehn Seiten Wahlprogramm.

Wir sind deshalb wirklich gespannt auf Ihre Antwort. Und ja – sie kann unsere Wahlentscheidung am 13. September tatsächlich beeinflussen. 😊

Viele Grüße aus Großheide

Tarek Hollkott
Wahlbezirk 074

So läuft es ab:

  1. Alle sieben Listen erhalten dieselbe Anfrage. Gleicher Wortlaut, gleicher Tag.
  2. Jede Antwort wird hier vollständig und unverändert veröffentlicht, mit Datum. Wer nicht antwortet – auch das steht hier.
  3. Wenn diese Frage auch für deine Wahlentscheidung zählt, kannst du das unten sagen. Mit E-Mail-Bestätigung, damit der Zähler ehrlich bleibt.

Produktionsnotizen – für diese eine Frage wurden verbraucht:

  • 1 Strandbesuch (bezahlt)
  • 4,00 € (nicht zurückgefordert – es geht ums Prinzip, nicht ums Porto)
  • 1 amtliche Bekanntmachung der Wahlvorschläge (PDF, charmant schief gescannt)
  • 1 Satzung über Strandbenutzung (angelesen, tapfer)
  • mehrere Kannen Ostfriesentee (Menge aus Datenschutzgründen geschwärzt)
  • 0 Wahlempfehlungen

Was bisher geschah: ein Strand, vier Euro, eine unsichtbare Linie.
Jetzt: die Politik.

III Die Antworten – in denen sieben Listen dieselbe Post bekommen

Sieben Listen. Dieselbe Frage.

3 Antworten sind bereits veröffentlicht, eine weitere wartet auf Freigabe. Alles vollständig und unverändert – Rechtschreibung inklusive.

  1. SPD

    Sozialdemokratische Partei Deutschlands

    Antwort vom 17. August 2026 · Antwort per E-Mail

    Moin Herr Hollkott,

    das Thema des Strandeintritts in Dornumersiel habe ich tatsächlich kürzlich im ratsinternen Kreis angesprochen, da mir meine Schwägerin auch schon einmal diesen Hinweis gab und genau die gleichen Erlebnisse schilderte.

    Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es offenbar bei ihr auch nicht einheitlich geregelt ist, weil sie je nach Besetzung des Kassenhäuschens zahlen müssen und manchmal nicht.

    Da die Hager anscheinend eine Lösung für ihre Bürgerinnen und Bürger gefunden haben, freien Eintritt an den Stränden in der Dornumer Gemeinde zu erhalten, fand ich diesen Punkt für Großheide ebenso wertvoll anzusprechen....

    Der Bürgermeister gab mir die Auskunft, dass es da schon Überlegungen gab, die Gemeinde Dornum allerdings 6000 Euro verlange - eine genaue Berechnung wurde nicht dargelegt.

    Deshalb ist es bei uns auf der Ratsebene nicht weiterverfolgt worden, da 6000 Euro angesichts der Haushaltslage bzw. des Nutzens als zu viel angesehen wurden.

    Ich würde das Thema trotzdem gerne noch einmal aufgreifen und schauen, ob man mit der Gemeinde Dornum vielleicht noch einmal ins Gespräch kommen und über eine praktikablere und günstigere Lösung für Großheider Bürger verhandeln kann - gerade weil die Hager offenbar auch eine Lösung gefunden haben.

    Beste, sonnige Grüße aus und nach Großheide

    Hannelore Poppinga-Hanssen

    Vollständige Antwort lesen

    Moin Herr Hollkott,

    das Thema des Strandeintritts in Dornumersiel habe ich tatsächlich kürzlich im ratsinternen Kreis angesprochen, da mir meine Schwägerin auch schon einmal diesen Hinweis gab und genau die gleichen Erlebnisse schilderte.

    Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es offenbar bei ihr auch nicht einheitlich geregelt ist, weil sie je nach Besetzung des Kassenhäuschens zahlen müssen und manchmal nicht.

    Da die Hager anscheinend eine Lösung für ihre Bürgerinnen und Bürger gefunden haben, freien Eintritt an den Stränden in der Dornumer Gemeinde zu erhalten, fand ich diesen Punkt für Großheide ebenso wertvoll anzusprechen....

    Der Bürgermeister gab mir die Auskunft, dass es da schon Überlegungen gab, die Gemeinde Dornum allerdings 6000 Euro verlange - eine genaue Berechnung wurde nicht dargelegt.

    Deshalb ist es bei uns auf der Ratsebene nicht weiterverfolgt worden, da 6000 Euro angesichts der Haushaltslage bzw. des Nutzens als zu viel angesehen wurden.

    Ich würde das Thema trotzdem gerne noch einmal aufgreifen und schauen, ob man mit der Gemeinde Dornum vielleicht noch einmal ins Gespräch kommen und über eine praktikablere und günstigere Lösung für Großheider Bürger verhandeln kann - gerade weil die Hager offenbar auch eine Lösung gefunden haben.

    Beste, sonnige Grüße aus und nach Großheide

    Hannelore Poppinga-Hanssen

  2. CDU

    Christlich Demokratische Union Deutschlands in Niedersachsen

    Antwort vom 10. August 2026 · Antwort per E-Mail

    Moin Herr Hollkott!

    Ja die CDU Großheide wird sich für den freien oder wenigstens ermäßigten Strandeintritt in Nessmersiel, Dornumersiel und auch in der AndersWelt in Nessmersiel für Großheider Bürger einsetzen. Auch wir hatten schon persönlich das Vergnügen für einen kurzen Strandbesuch mit der Familie in Nessmersiel oder Dornumersiel zahlen zu müssen.

    Hierfür muss der offizielle Weg über einen Antrag im Gemeinderat genommen werden, welcher die Verwaltung beauftragt sich mit der Tourismus GmbH bzw. der Verwaltung in Dornum in Verbindung zu setzen um einen kostenlosen bzw. ermäßigten Eintritt für Großheider Bürger zu ermöglichen. Dieser Antrag muss dann mehrheitlich angenommen werden, also auch von anderen Fraktionen unterstützt werden.

    Direkte Gespräche der CDU Großheide mit den Organen anderer Gemeinden sind da leider nicht sehr hilfreich.

    Allerdings gab es in der Vergangenheit schon eine Vereinbarung mit Dornum. Diese war, als freiwillige Ausgabe im mittleren vierstelligen Bereich, jedoch dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Weiterhin würde sich auch die Frage ergeben, ob man nicht auch gleich mit Hage verhandelt, um auch für Großheider Bürger die 20%igen Ermäßigung auf den Eintritt im Freibad zu ermöglichen.

    Da es für uns als CDU Fraktion die Pflicht und auch die Erwartung unserer Wähler ist, dass wir den Gemeindehaushalt im Blick behalten stellt sich am Ende jedens Antrages die Frage, ob die Haushaltslage einen Zuschuss ermöglicht. Inwieweit andere Kommunen einen Zuschuß über eigene Kurbeiträge refinanzieren können kann an dieser Stelle nicht gesagt werden. In Großheide werden solche Beiträge nicht erhoben.

    Forderungen und Wahlkampfversprechen müssen am Ende immer finanziell darstellbar bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    CDU Gemeindeverband Großheide

    Vollständige Antwort lesen

    Moin Herr Hollkott!

    Ja die CDU Großheide wird sich für den freien oder wenigstens ermäßigten Strandeintritt in Nessmersiel, Dornumersiel und auch in der AndersWelt in Nessmersiel für Großheider Bürger einsetzen. Auch wir hatten schon persönlich das Vergnügen für einen kurzen Strandbesuch mit der Familie in Nessmersiel oder Dornumersiel zahlen zu müssen.

    Hierfür muss der offizielle Weg über einen Antrag im Gemeinderat genommen werden, welcher die Verwaltung beauftragt sich mit der Tourismus GmbH bzw. der Verwaltung in Dornum in Verbindung zu setzen um einen kostenlosen bzw. ermäßigten Eintritt für Großheider Bürger zu ermöglichen. Dieser Antrag muss dann mehrheitlich angenommen werden, also auch von anderen Fraktionen unterstützt werden.

    Direkte Gespräche der CDU Großheide mit den Organen anderer Gemeinden sind da leider nicht sehr hilfreich.

    Allerdings gab es in der Vergangenheit schon eine Vereinbarung mit Dornum. Diese war, als freiwillige Ausgabe im mittleren vierstelligen Bereich, jedoch dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Weiterhin würde sich auch die Frage ergeben, ob man nicht auch gleich mit Hage verhandelt, um auch für Großheider Bürger die 20%igen Ermäßigung auf den Eintritt im Freibad zu ermöglichen.

    Da es für uns als CDU Fraktion die Pflicht und auch die Erwartung unserer Wähler ist, dass wir den Gemeindehaushalt im Blick behalten stellt sich am Ende jedens Antrages die Frage, ob die Haushaltslage einen Zuschuss ermöglicht. Inwieweit andere Kommunen einen Zuschuß über eigene Kurbeiträge refinanzieren können kann an dieser Stelle nicht gesagt werden. In Großheide werden solche Beiträge nicht erhoben.

    Forderungen und Wahlkampfversprechen müssen am Ende immer finanziell darstellbar bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    CDU Gemeindeverband Großheide

  3. FWG

    Freie Wählergruppe Großheide

    Anfrage versendet am 9. August 2026.

    Bisher liegt uns keine Antwort vor.

  4. GRÜNE

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Anfrage versendet am 9. August 2026.

    Bisher liegt uns keine Antwort vor.

  5. FDP

    Freie Demokratische Partei

    Anfrage versendet am 9. August 2026.

    Bisher liegt uns keine Antwort vor.

  6. AfD Niedersachsen

    Alternative für Deutschland (AfD) Niedersachsen

    Antwort eingegangen am 16. August 2026.

    Eingegangen 7 Tage nach der Anfrage.

    Der vollständige Text erscheint hier, sobald die Liste der Veröffentlichung zugestimmt hat. So sind unsere Spielregeln – auch wenn wir ehrlich gesagt ganz gern schon spoilern würden.

  7. MfG+

    Miteinander für Großheide

    Antwort vom 9. August 2026 · Antwort per E-Mail

    Moin Herr Hollkott,

    vielen Dank für diese herrlich konkrete und erfrischend direkte Anfrage!

    Genau solche Alltagsfragen zeigen, wo es im Kirchturmdenken unserer Region hakt ;)

    Um ganz ehrlich zu sein: Dieses Thema hatten wir so bisher tatsächlich noch nicht auf dem Schirm, obwohl oft genug selbst davon betroffen und geärgert. Aber genau dafür wollen wir Plätze im Gemeinderat. Wir wollen von den Bürgern erfahren, wo der Schuh im Alltag wirklich drückt und uns um diese Anliegen kümmern.

    Ihr Impuls ist spitze und hier ist unsere klare Antwort ohne Wahlkampf-Floskeln:

    Ja, wir werden dieses Brett bohren und das Gespräch mit den Nachbargemeinden suchen. Die Chancen dafür stehen jetzt so gut wie nie! Bei dieser Wahl steht in unseren Umlandgemeinden wahrscheinlich eine große Fluktuation bei den Bürgermeistern an. Viele Posten werden neu besetzt. Genau dieser personelle Wechsel ist die perfekte Gelegenheit, um eingefahrene, alte Strukturen aufzubrechen und neue Kontakte für moderne Kooperationen zu knüpfen. Wir wollen die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg neu aufstellen und dazu gehört dann sicherlich auch der unbürokratische Strandzugang für Großheider.

    Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, dass wir den Punkt gerade erst durch Sie aufnehmen, so steht er aktuell nicht ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Wir fokussieren uns im ersten Schritt auf unsere bereits ausgearbeiteten Kernthemen. Werfen Sie dazu gerne einen Blick auf unsere Themen-Mindmap und unsere Detailvorstellungen. In unseren kommenden Beiträgen widmen wir uns zudem intensiv den Themen Kirche und Gewerbe. Denn genau das unterscheidet uns von anderen Parteien.

    Welche andere Partei in Großheide greift Themen überhaupt so detailliert und transparent auf wie wir? Uns stört es selbst extrem, dass im Wahlkampf meistens nur leere Floskeln wie „Ehrenamt“, „Feuerwehr“ und „Zusammenhalt“ wiederholt werden. Dahinter versteckt sich für uns einfach nur ein ideenloses „verwalten“ und wir packen lieber die echten, konkreten Ideen an.

    Deshalb haben wir diese Punkte auch nicht gesondert thematisiert und präsentiert, sondern diese auf unserer Mindmap als Selbstverständlichkeit und Daseinsvorsorge benannt.

    Beste Grüße nach Wahlbezirk 074 und vielen Dank für diesen Augenöffner!

    Vollständige Antwort lesen

    Moin Herr Hollkott,

    vielen Dank für diese herrlich konkrete und erfrischend direkte Anfrage!

    Genau solche Alltagsfragen zeigen, wo es im Kirchturmdenken unserer Region hakt ;)

    Um ganz ehrlich zu sein: Dieses Thema hatten wir so bisher tatsächlich noch nicht auf dem Schirm, obwohl oft genug selbst davon betroffen und geärgert. Aber genau dafür wollen wir Plätze im Gemeinderat. Wir wollen von den Bürgern erfahren, wo der Schuh im Alltag wirklich drückt und uns um diese Anliegen kümmern.

    Ihr Impuls ist spitze und hier ist unsere klare Antwort ohne Wahlkampf-Floskeln:

    Ja, wir werden dieses Brett bohren und das Gespräch mit den Nachbargemeinden suchen. Die Chancen dafür stehen jetzt so gut wie nie! Bei dieser Wahl steht in unseren Umlandgemeinden wahrscheinlich eine große Fluktuation bei den Bürgermeistern an. Viele Posten werden neu besetzt. Genau dieser personelle Wechsel ist die perfekte Gelegenheit, um eingefahrene, alte Strukturen aufzubrechen und neue Kontakte für moderne Kooperationen zu knüpfen. Wir wollen die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg neu aufstellen und dazu gehört dann sicherlich auch der unbürokratische Strandzugang für Großheider.

    Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, dass wir den Punkt gerade erst durch Sie aufnehmen, so steht er aktuell nicht ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Wir fokussieren uns im ersten Schritt auf unsere bereits ausgearbeiteten Kernthemen. Werfen Sie dazu gerne einen Blick auf unsere Themen-Mindmap und unsere Detailvorstellungen. In unseren kommenden Beiträgen widmen wir uns zudem intensiv den Themen Kirche und Gewerbe. Denn genau das unterscheidet uns von anderen Parteien.

    Welche andere Partei in Großheide greift Themen überhaupt so detailliert und transparent auf wie wir? Uns stört es selbst extrem, dass im Wahlkampf meistens nur leere Floskeln wie „Ehrenamt“, „Feuerwehr“ und „Zusammenhalt“ wiederholt werden. Dahinter versteckt sich für uns einfach nur ein ideenloses „verwalten“ und wir packen lieber die echten, konkreten Ideen an.

    Deshalb haben wir diese Punkte auch nicht gesondert thematisiert und präsentiert, sondern diese auf unserer Mindmap als Selbstverständlichkeit und Daseinsvorsorge benannt.

    Beste Grüße nach Wahlbezirk 074 und vielen Dank für diesen Augenöffner!

Reihenfolge und Bezeichnungen wie in der amtlichen Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge. Keine Sterne, keine Noten, keine heimliche Sortierung. Sollten alle sieben Listen antworten, wäre das vermutlich ein kleiner kommunalpolitischer Rekord – wir führen Buch. Stand: 07.09.2026.

IV Mitmachen – in dem du kurz vorkommst

3

bestätigte Menschen sagen: Diese Frage ist auch für ihre Wahlentscheidung relevant.

Keine repräsentative Umfrage. Keine Hochrechnung. Diese Seite verwendet keine komplizierte Statistik – sie kann zählen.

Daran mache ich meine Entscheidung auch fest.

Wenn diese konkrete Frage auch für deine Wahlentscheidung eine Rolle spielt, trag dich ein. Öffentlich wird dabei nur die Zahl oben – und, falls du es ausdrücklich erlaubst, dein Kommentar mit Vorname und abgekürztem Nachnamen. Sonst: nichts.

  • Du bekommst eine E-Mail mit einem Bestätigungslink (48 Stunden gültig). Erst nach deinem Klick zählt die Eintragung.
  • Eine Stimme pro E-Mail-Adresse. Auch wenn du fünfmal sehr überzeugt bist.
  • Kein Newsletter, keine Weitergabe, keine Wahlempfehlung.
  • Löschen jederzeit – eine formlose E-Mail genügt.

Nur für den Bestätigungslink. Nein, deine E-Mail-Adresse bekommt keine Partei. Auch nicht versehentlich.

Maximal 500 Zeichen. Veröffentlicht wird dein Kommentar nur, wenn du das direkt hier drunter ausdrücklich erlaubst – und auch dann erst nach kurzer redaktioneller Prüfung (gegen Spam und Beleidigung, nicht nach Meinung).

V Fragen – inklusive der unbequemen

Fragen, die du vermutlich auch gehabt hättest

Geht es wirklich um vier Euro?

Nein.

Also, technisch gesehen: schon.

Aber eigentlich nein. Die vier Euro sind der Anlass. Das Thema ist, wie zwei Nachbargemeinden miteinander umgehen – und ob Kommunalpolitik konkrete Antworten geben kann, wenn man ihr eine konkrete Frage stellt. Die vier Euro sind nur zufällig das handlichste Beispiel, das je an einem Kassenhäuschen ausgedruckt wurde.

Warum fragt ihr nicht etwas Wichtigeres? Kita, Straßen, Ärzte?

Berechtigte Frage.

Kita-Plätze, Straßen und Ärzteversorgung sind wichtiger als Strandeintritt. Deutlich.

Aber genau deshalb taugen sie schlechter als Test. Bei den großen Themen kann jede Antwort auf Zuständigkeiten verweisen: das Land, der Bund, die Kassenärztliche Vereinigung, der Fördertopf. Unsere kleine Frage bietet dieses Versteck nicht. Sie ist zu klein zum Ausweichen: zwei Gemeinden, eine Vereinbarung, fertig.

Wer an so einer Frage zeigt, wie er arbeitet, dem traut man auch bei den großen Themen eher zu, dass er arbeitet. Das ist die ganze Idee dieser Seite – in einem Absatz.

Ist das repräsentativ?

Nein.

Wir könnten jetzt etwas über Stichproben, Fehlertoleranzen und Konfidenzintervalle schreiben. Tun wir nicht.

Die Zahl zeigt exakt das, was sie zeigt: wie viele bestätigte Menschen gesagt haben, dass diese konkrete Frage für ihre Wahlentscheidung relevant ist. Nicht mehr. Nicht weniger. Das ist erstaunlich befreiend.

Kann ich fünfmal teilnehmen?

Nein.

Auch wenn du fünfmal sehr überzeugt bist.

Jede Eintragung wird per E-Mail bestätigt, jede Adresse zählt genau einmal. Beim zweiten Versuch bekommst du eine freundliche E-Mail und ansonsten: nichts. Demokratie merkt sich eben doch manchmal etwas.

Bekommt eine Partei meine E-Mail-Adresse?

Nein.

Keine.

Auch nicht die, die dir sympathisch ist. Öffentlich sichtbar sind ausschließlich die Gesamtzahl und – nur mit deiner ausdrücklichen Zustimmung – dein Kommentar. Deine Daten dienen der Bestätigung deiner Eintragung und werden auf Wunsch jederzeit gelöscht. Details stehen in der Datenschutzerklärung, und zwar wirklich.

Was passiert, wenn eine Liste nicht antwortet?

Dann steht dort, dass keine Antwort vorliegt.

Wir interpretieren das nicht. Das darfst du selbst.

Was habt ihr eigentlich gegen Dornum?

Gar nichts.

Dornumersiel ist großartig. Deswegen wollen wir ja rein.

Das hier ist keine Beschwerde über die Nachbargemeinde, sondern eine Frage an unsere eigene: Was tut ihr dafür, dass eure Bürgerinnen und Bürger am Nachbarstrand genauso behandelt werden wie die Nachbarn? Dornum darf seine Strände verwalten, wie es möchte. Und Großheide darf verhandeln. Genau darum geht es.

Warum so viel Text für vier Euro?

Guter Punkt.

Wir hätten auch ein Plakat drucken können: „Strand für alle!“ Das wäre deutlich kürzer gewesen.

Aber dann wüsstest du jetzt nicht, worum es geht, wer gefragt wurde, was geantwortet wurde und wie du mitmachen kannst. Das Plakat wäre billiger gewesen – und nutzloser. Wir haben uns für nützlich entschieden.

Außerdem: Du liest immer noch. Wir werten das als Zustimmung.

Empfehlt ihr eine Partei?

Nein.

Alle sieben Listen bekommen denselben Wortlaut, dieselbe Darstellung und dieselbe Reihenfolge wie in der amtlichen Bekanntmachung. Wenn dir diese Seite verrät, wen du wählen sollst, lies sie bitte noch einmal – das wäre ein Fehler unsererseits.

Kann eine Liste ihre Antwort ändern?

Ja.

Meinungen dürfen sich ändern, auch vor Wahlen. Wichtig ist uns nur: Es passiert sichtbar. Geänderte Antworten werden mit Datum markiert, die vorherige Version bleibt einsehbar.

Warum macht jemand so etwas?

Weil „Gemeinsam für unsere Zukunft“ auf einem Plakat hervorragend klingt – und trotzdem niemandem verrät, was es kostet, in Dornumersiel baden zu gehen.

Wir wollten keinen Wahl-O-Mat bauen. Uns war eine einzige Frage ehrlich gesagt schon anstrengend genug. Aber diese eine Frage wird ordentlich gestellt, ordentlich dokumentiert und ordentlich beantwortet – oder eben sichtbar nicht beantwortet.

Es ist übrigens erstaunlich viel Arbeit für vier Euro. Wir wissen das. Es geht ja auch nicht um die vier Euro.

Kann ich meine Eintragung löschen?

Ja, jederzeit.

Eine formlose E-Mail an die Adresse im Impressum genügt. Die Eintragung wird gelöscht, der Zähler sinkt entsprechend. Kein Kleingedrucktes, keine Kündigungsfrist, kein „Schade, dass du gehst“-Formular.

Seid ihr Journalisten? Aktivisten? Was ist das hier?

Nichts davon.

Wir haben einen Strandbesuch eskalieren lassen. Das ist etwas anderes.

Genauer: Das hier ist eine private Bürgerinitiative mit exakt einer Frage, einem Formular und einem Zähler. Keine Kampagne, keine Bewegung, kein Verein mit Satzung und Kassenwart. Nur die vielleicht gründlichste Nachfrage, die je wegen vier Euro gestellt wurde.

Kommen weitere Fragen? Oder andere Gemeinden?

Vielleicht.

Die Plattform ist so gebaut, dass weitere konkrete Fragen aus weiteren Gemeinden möglich sind – nach demselben Prinzip. Erst einmal gilt: eine Frage, gründlich. Falls du eine Frage hast, an der du deine Entscheidung festmachst: Die Adresse steht im Impressum.

Transparenz

Wer steckt dahinter? Eine Privatperson aus Großheide. Kein Verein, keine Partei, keine Agentur, kein verdecktes Wahlkampfbüro. Name und Kontakt stehen im Impressum – so, wie es sich gehört.

Finanzierung: privat. Die laufenden Kosten liegen in der Größenordnung von einigen Strandeintritten pro Monat.

Neutralität: Alle Listen erhalten denselben Wortlaut am selben Tag, dieselbe Darstellung, dieselbe Reihenfolge wie im amtlichen Verzeichnis. Der Humor dieser Seite richtet sich gegen Bürokratie und Wahlkampfphrasen – nie gegen Parteien, Kandidaten oder deren Wähler.

Daten: Öffentlich sind nur die Gesamtzahl bestätigter Eintragungen und ausdrücklich freigegebene Kommentare. Alles Weitere in der Datenschutzerklärung.